Hacks & Exploits
Aktuelle Sicherheitsvorfälle verdeutlichen Risiken bei Krypto-Hardware-Wallets
Aktuelle Vorfälle mit D’CENT und Trezor haben die Schwachstellen in der Sicherheit von Krypto-Hardware-Wallets hervorgehoben. D’CENT untersucht unautorisierte Überweisungen, die mit seiner softwarebasierten App Wallet in Verbindung stehen, während Trezor einen Datenleck bekanntgab, das die E-Mail-Kontakte von Kunden offengelegt hat.
Untersuchung von D’CENT zu unautorisierten Überweisungen
D’CENT berichtete von unautorisierten Überweisungen, die am 16. September begannen und hauptsächlich Nutzer seiner App Wallet betrafen, die Schlüssel auf mobilen Geräten speichert oder importiert. Das Unternehmen hat keine Kompromittierung seiner Hardware-Wallets bestätigt, konzentriert sich jedoch auf Wallets, bei denen Wiederherstellungsphrasen in die App Wallet eingegeben wurden. Nutzer werden geraten, ihre App zu aktualisieren und neue Wallets mit frischen Wiederherstellungsphrasen zu erstellen, um Risiken zu minimieren.
Datenleck und Phishing-Bedrohungen bei Trezor
Das Datenleck bei Trezor betraf einen Angreifer, der eine Schwachstelle bei einem Drittanbieter für Marketing, Brevo, ausnutzte, was zur Exportierung von 347.149 E-Mail-Kontakten von Kunden führte. Phishing-E-Mails wurden an Nutzer gesendet, in denen von kritischen Schwachstellen die Rede war und sie aufgefordert wurden, bösartige Anwendungen herunterzuladen. Während Trezor erklärte, dass das bloße Klicken auf den Link keine Gelder gefährdete, könnte das Eingeben von Backup-Informationen in diese Anwendungen Angreifern ermöglichen, Wallets nachzubauen.
Folgen für die Sicherheit von Hardware-Wallets
Diese Vorfälle verdeutlichen die Notwendigkeit für Wallet-Hersteller, Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern, nicht nur für ihre Geräte, sondern auch für Kundendatenbanken und Software-Workflows. Sowohl D’CENT als auch Trezor ergreifen Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Sicherheitsprotokolle als Reaktion auf diese Ereignisse. Während sich die Krypto-Landschaft weiterentwickelt, müssen Wallet-Hersteller sicherstellen, dass Schwachstellen in externen Systemen die Integrität ihrer Hardware-Wallets nicht gefährden.
Neue Sicherheitsbedrohungen im Kryptowährungsbereich
Aktuelle Berichte zeigen, dass Hacker bösartige Chrome- und Edge-Erweiterungen zwangsweise installieren, die sensible Informationen wie Passwörter und Sitzungsdaten ohne Zustimmung des Nutzers stehlen können. Diese Aktivitäten stehen im Zusammenhang mit dem KREMLIN-Bank-Malware-Toolkit, das seit Mai 2025 in mindestens sieben Kampagnen 12 brasilianische Banken ins Visier genommen hat.
Die Infektion beginnt typischerweise, wenn ein Nutzer eine als legitimes Dokument getarnte JavaScript-Datei öffnet, wie zum Beispiel einen Bankbeleg. Sobald die Malware aktiviert ist, kopiert sie manuell eine Erweiterung in die Profilverzeichnisse des Browsers und ändert die Datei „Secure Preferences“, sodass sie so agieren kann, als wäre sie vom Nutzer genehmigt.
Nach der Installation kann die bösartige Erweiterung, die sich als AVSync ausgibt, eine Vielzahl schädlicher Aktionen durchführen, darunter das Stehlen von Cookies, das Protokollieren von Tastatureingaben, das Erfassen von Screenshots und das Abfangen von HTTP-Verkehr. Forscher von Elastic Security Labs ist es gelungen, diese Kampagne zu stören, indem sie vorübergehend über 1.500 Infektionen blockiert haben, von denen die meisten aus Brasilien stammten.
Betroffene Banken sind unter anderem große Institutionen wie Banco do Brasil, Caixa, Bradesco, Sicoob, C6 Bank, Inter, BTG, Safra, PagBank, PicPay, Santander und Mercado Pago.
FAQ
Welche aktuellen Vorfälle haben Bedenken hinsichtlich von Krypto-Hardware-Wallets geweckt?
Aktuelle Vorfälle mit D’CENT und Trezor haben Schwachstellen in Krypto-Hardware-Wallets aufgezeigt, einschließlich unautorisierter Überweisungen, die mit der App Wallet von D’CENT verbunden sind, und einem Datenleck bei Trezor, das die E-Mail-Kontakte von Kunden offengelegt hat.
Welche Maßnahmen ergreift D’CENT als Reaktion auf unautorisierte Überweisungen?
D’CENT untersucht die unautorisierten Überweisungen und rät den Nutzern, ihre App zu aktualisieren und neue Wallets mit frischen Wiederherstellungsphrasen zu erstellen, um Risiken zu mindern, obwohl sie keinen Kompromiss ihrer Hardware-Wallets bestätigt haben.
Wie war die Art des Vorfalls bei Trezor?
Der Vorfall bei Trezor beinhaltete einen Angreifer, der eine Schwachstelle bei einem Drittanbieter für Marketing, Brevo, ausnutzte, was zur Exportierung von 347.149 E-Mail-Kontakten von Kunden und anschließenden Phishing-E-Mails führte, die auf Benutzer abzielten.
Worauf sollten Trezor-Nutzer nach dem Vorfall achten?
Trezor-Nutzer sollten vorsichtig mit Phishing-E-Mails sein, die sie auffordern könnten, schädliche Anwendungen herunterzuladen. Während das Klicken auf die Links keine Gelder gefährdet, könnte das Eingeben von Backup-Informationen in diese Anwendungen Angreifern ermöglichen, Wallets nachzubilden.
Welche Auswirkungen haben diese Vorfälle auf die Sicherheit von Hardware-Wallets?
Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit für Wallet-Hersteller, die Sicherheitsmaßnahmen sowohl für ihre Geräte als auch für die Kundendatenbanken zu verbessern. D’CENT und Trezor ergreifen Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Sicherheitsprotokolle als Reaktion auf diese Schwachstellen.