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Anstieg der US-Unternehmensverschuldung im Bereich KI weckt Anlegerbesorgnis amid Rallye der Industrieaktien
Bis Mitte August 2026 haben US-Hyperscaler etwa 220 Milliarden Dollar an Schulden im Zusammenhang mit KI-Ausgaben emittiert, was einem erstaunlichen Anstieg um das 17-Fache im Vergleich zu den 12,5 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum 2025 entspricht. Dieser Anstieg hat bei den Anlegern Besorgnis ausgelöst, insbesondere nachdem Amazon kürzlich ein langfristiges Anleiheangebot über 25 Milliarden Dollar zu einem Spread von etwa 120 Basispunkten über Treasuries bepreist hat, was darauf hindeutet, dass die Anleger eine höhere Entschädigung verlangen, um mehr Technologiefinanzierung zu übernehmen.
George Catrambone von DWS, der Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank, hob die Anlegerermüdung als zentrales Problem bei den Angeboten Ende 2026 hervor. Neue Deals erfordern Zugeständnisse von 10 bis 15 Basispunkten, um Käufer anzulocken, was auf eine Marktsättigung hinweist. Goldman Sachs schätzt, dass die KI-bezogene Verschuldung bis Mitte 2026 etwa 489 Milliarden Dollar erreichen könnte, während die Prognose von Morgan Stanley sogar bei 570 Milliarden Dollar liegt.
Diese Ausweitung der Technologiekreditspreads im Vergleich zum breiteren Investment-Grade-Markt bedeutet eine Erhöhung der Kapitalkosten für Unternehmen, die auf günstige Schulden für ihre KI-Strategien angewiesen sind. Wenn sich der Trend fortsetzt, könnte dies zu einem Rückgang der Preise bestehender Technologiebonds führen, was zu Papierverlusten für die aktuellen Inhaber führen würde.
Im Gegensatz dazu florieren Industrieaktien im Zuge des KI-Booms, wobei der S&P 500-Industriesektor nun zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30 gehandelt wird, was deutlich über dem historischen Durchschnitt von etwa 20 liegt. Dies spiegelt den Optimismus der Anleger über die Nachfrage nach KI-Infrastruktur wider, da jedes neue Rechenzentrum umfangreiche Bau- und Ingenieurefforts erfordert.
Subsektoren, die mit diesem Ausbau verbunden sind, wie Verteidigungstechnik, Bauwesen und Energieausstattung, haben seit Mai 2023 Renditen von über 300% erzielt. Unternehmen wie Sherwin-Williams haben von der gestiegenen Nachfrage im Zusammenhang mit dem Bau von Rechenzentren profitiert und zeigen so die breiteren Auswirkungen von KI-Investitionen auf die Industriesektoren.
Trotz steigender Ölpreise und Anleiherenditen bleibt das Vertrauen der Anleger hoch, da viele Industrieunternehmen starke Gewinne berichten, die durch KI-bezogene Ausgaben angetrieben werden. Allerdings werfen die hohen Bewertungen im Industriesektor Fragen zur Nachhaltigkeit auf, insbesondere da höhere Anleiherenditen zukünftige Gewinnbewertungen drücken könnten.
FAQ
Wie hoch ist der aktuelle Schuldenbetrag, den US-Hyperscaler im Zusammenhang mit KI-Ausgaben ausgegeben haben?
Bis Mitte August 2026 haben US-Hyperscaler etwa 220 Milliarden Dollar an Schulden im Zusammenhang mit KI-Ausgaben ausgegeben.
Wie stark ist die KI-bezogene Verschuldung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen?
Die KI-bezogene Verschuldung ist im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um das 17-fache von 12,5 Milliarden Dollar gestiegen.
Welche Bedenken haben Investoren hinsichtlich des Anstiegs der KI-Verschuldung?
Investoren sind besorgt über Investorenmüdigkeit, höhere Vergütungsforderungen für Technologiekredite und das Potenzial für Rückgänge bei bestehenden Technologiebondpreisen.
Wie entwickeln sich Industrieaktien im Zuge des KI-Booms?
Industrieaktien florieren, da der S&P 500-Industriesektor mit einem zukünftigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30 gehandelt wird, was deutlich über dem historischen Durchschnitt von etwa 20 liegt.
Welchen Einfluss hatte die KI-bezogene Ausgaben auf die Industriesektoren?
Die KI-bezogenen Ausgaben haben zu einer erhöhten Nachfrage nach Bau- und Ingenieurdienstleistungen geführt, was Subsektoren wie Vertechnologie und Energieausrüstung zugutekommt, wobei einige Unternehmen seit Mai 2023 Renditen von über 300 % verzeichnen.