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Chainalysis identifiziert Malware-Betreiber, die Blockchains für Command-and-Control-Daten nutzen

Cryptelio Editorial Veröffentlicht 20 Sep 2026 · 16:45 UTC

Chainalysis hat festgestellt, dass Cyberangreifer zunehmend öffentliche Blockchains nutzen, um Informationen für Command-and-Control-Systeme von Malware zu speichern, eine Praxis, die das Unternehmen als 'Blockchain Dead Drops' (BDD) bezeichnet. Diese innovative, aber besorgniserregende Technik ermöglicht es Angreifern, die öffentliche und dauerhafte Datenebene der Blockchain zu nutzen, ohne die zugrunde liegende Sicherheit zu gefährden.

Traditionell verlässt sich Malware auf Server oder Domains, um mit infizierten Maschinen zu kommunizieren. Das Blockieren dieser Domains oder das Beschlagnahmen von Servern kann die Operationen der Angreifer stören. Im Gegensatz dazu sind öffentliche Blockchains deutlich widerstandsfähiger gegen solche Eingriffe. Indem sie Konfigurationsdaten und Anweisungen in Blockchain-Transaktionen oder Smart Contracts einbetten, können Angreifer Malware anweisen, diese Informationen direkt von der Blockchain abzurufen.

Chainalysis charakterisiert diese breitere Technik als 'EtherHiding', wobei die Blockchain als permanentes Mitteilungsbrett für böswillige Akteure dient. Sobald Daten on-chain eingetragen sind, wird es nahezu unmöglich für Verteidiger, sie zu löschen, was BDDs zu einer attraktiven Wahl für die Command-and-Control-Infrastruktur macht. Das Unternehmen verzeichnete einen erstaunlichen Anstieg von 440 % bei böswilligen Aktivitäten on-chain seit Mitte 2025 und bringt diese Taktiken mit Gruppen in Verbindung, die mit Nordkorea, Iran und russischsprachiger Cyberkriminalität assoziiert sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass dies keinen Fehler in Blockchain-Protokollen wie Bitcoin oder Ethereum anzeigt. Stattdessen nutzen Angreifer die inhärenten Merkmale von Blockchains aus, die für öffentliche Zugänglichkeit und Datenbeständigkeit konzipiert sind. Während Malware von infizierten Systemen erkannt und entfernt werden kann, bleibt die Information, auf die sie angewiesen ist, möglicherweise unbegrenzt zugänglich, was eine erhebliche Herausforderung für Fachleute der Cybersicherheit darstellt.

Für Betreiber innerhalb der Krypto-Infrastruktur, Wallet-Anbieter und Sicherheitsteams sind die Implikationen klar: Die Überwachung der Blockchain-Aktivitäten muss nun ein breiteres Spektrum an Bedrohungen umfassen, einschließlich des potenziellen Missbrauchs von Informationen selbst.

FAQ

Was sind 'Blockchain Dead Drops' (BDD)?

Blockchain Dead Drops (BDD) beziehen sich auf eine Technik, die von Cyberangreifern verwendet wird, um Befehls- und Kontrollinformationen für Malware auf öffentlichen Blockchains zu speichern. Dies ermöglicht es ihnen, die öffentliche und persistente Datenebene der Blockchain zu nutzen, ohne deren Sicherheit zu gefährden.

Wie profitieren Malware-Betreiber von der Nutzung öffentlicher Blockchains?

Öffentliche Blockchains bieten eine widerstandsfähige Infrastruktur für Malware-Betreiber, da sie nicht leicht durch das Blockieren von Domains oder das Beschlagnahmen von Servern gestört werden können. Angreifer können Konfigurationsdaten und Anweisungen innerhalb von Blockchain-Transaktionen oder Smart Contracts einbetten, sodass Malware diese Informationen direkt von der Blockchain abrufen kann.

Was ist 'EtherHiding'?

EtherHiding ist eine umfassendere Technik, die von Chainalysis charakterisiert wird, bei der die Blockchain als permanentes Schwarzes Brett für böswillige Akteure dient. Sie ermöglicht es Angreifern, Daten on-chain zu hinterlassen, was es nahezu unmöglich macht, diese von Verteidigern zu löschen.

Wie hat sich die Aktivität böswilliger On-Chain-Aktivitäten seit Mitte 2025 entwickelt?

Seit Mitte 2025 gibt es einen erstaunlichen Anstieg von 440 % bei böswilligen On-Chain-Aktivitäten, mit Taktiken, die mit Gruppen in Verbindung stehen, die mit Nordkorea, Iran und russischsprachiger Cyberkriminalität assoziiert sind.

Was sollten Cybersecurity-Profis als Reaktion auf diese Taktiken tun?

Cybersecurity-Profis müssen ihre Überwachung der Blockchain-Aktivitäten erweitern, um ein breiteres Spektrum von Bedrohungen abzudecken, einschließlich des potenziellen Missbrauchs von Informationen, die auf Blockchains gespeichert sind, da dies eine erhebliche Herausforderung im Kampf gegen Malware-Operationen darstellt.

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