Politik
Oberhaus des Vereinigten Königreichs fordert umfassende Strategie für digitale Vermögenswerte
Das Oberhaus des Vereinigten Königreichs hat einen bedeutenden Schritt unternommen, indem es eine Änderung verabschiedet hat, die HM Treasury verpflichtet, eine formelle Strategie für digitale Vermögenswerte zu entwickeln, einschließlich Krypto-Vermögenswerte, Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere. Diese Entscheidung, die an das Gesetz über Finanzdienstleistungen und Märkte angehängt ist, spiegelt die Bedenken der Mitglieder wider, dass das Vereinigte Königreich im globalen Krypto-Markt hinter den USA und der EU zurückbleibt.
Die Änderung zielt darauf ab, den aktuellen fragmentierten Regulierungsansatz durch eine kohärente Strategie zu ersetzen. Sie umfasst ein breites Spektrum an digitaler Finanzinfrastruktur und adressiert die Notwendigkeit eines strukturierten Regulierungsrahmens.
Ein Bericht des Ausschusses für Finanzdienstleistungsregulierung aus Juni 2026 legte die Grundlage für diese Initiative und forderte die Regulierungsbehörden auf, die strengen Anforderungen an Stablecoins zu überdenken. Der Bericht kritisierte insbesondere die anfängliche Anforderung von 40 % nicht vergüteten Zentralbankeinlagen, die als nachteilig für die Lebensfähigkeit der Emission von Stablecoins im Vereinigten Königreich angesehen wurde.
Als Reaktion darauf überarbeitete die Bank von England im September 2026 ihre Richtlinien zu systemischen Stablecoins und führte eine neue Deckungsstruktur ein, die 70 % in kurzfristigen britischen Staatsanleihen und 30 % in nicht vergüteten Einlagen erfordert. Diese Änderung zielt darauf ab, die Notwendigkeit einer regulatorischen Aufsicht mit der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit der Emittenten von Stablecoins in Einklang zu bringen.
In die Zukunft blickend, plant die Finanzaufsichtsbehörde (FCA), bis 2027 einen umfassenden Rahmen für Aktivitäten mit Krypto-Vermögenswerten umzusetzen, wobei die rechtlichen Grundlagen voraussichtlich im Dezember 2025 gelegt werden. Die Dringlichkeit hinter diesen Entwicklungen wird durch den Wunsch getrieben, die Wettbewerbsfähigkeit des Vereinigten Königreichs im sich schnell entwickelnden globalen Krypto-Markt zu verbessern.
FAQ
Welche aktuellen Maßnahmen hat das britische House of Lords bezüglich digitaler Vermögenswerte ergriffen?
Das britische House of Lords hat eine Änderung verabschiedet, die HM Treasury verpflichtet, eine formelle Strategie für digitale Vermögenswerte, einschließlich Krypto-Vermögenswerte, Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere, zu entwickeln.
Warum entwickelt das Vereinigte Königreich eine umfassende Strategie für digitale Vermögenswerte?
Die Strategie zielt darauf ab, Bedenken auszuräumen, dass das Vereinigte Königreich im globalen Krypto-Markt hinter den USA und der EU zurückbleibt, und den aktuellen stückweisen regulatorischen Ansatz durch einen kohärenten Rahmen zu ersetzen.
Welche Änderungen wurden an der Regulierung von Stablecoins im Vereinigten Königreich vorgenommen?
Die Bank von England hat ihre Richtlinien zu systemischen Stablecoins überarbeitet und eine neue Deckungsstruktur eingeführt, die 70% in kurzfristigen britischen Staatsanleihen und 30% in nicht verzinsten Einlagen erfordert.
Wann wird die Financial Conduct Authority (FCA) voraussichtlich einen umfassenden Rahmen für Krypto-Vermögensaktivitäten umsetzen?
Die FCA plant, bis 2027 einen umfassenden Rahmen für Krypto-Vermögensaktivitäten umzusetzen, wobei die rechtlichen Grundlagen voraussichtlich im Dezember 2025 gelegt werden.
Was war die anfängliche Anforderung für Stablecoins, die im Bericht von Juni 2026 kritisiert wurde?
Die kritisierte anfängliche Anforderung war eine 40%ige nicht verzinste Zentralbankeinlage, die als nachteilig für die Lebensfähigkeit der Emission von Stablecoins im Vereinigten Königreich angesehen wurde.