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Tungsten-Versorgungskrise bedroht die Produktion von KI-Chips angesichts steigender Nachfrage
Die globalen Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz stoßen auf einen erheblichen Engpass, nicht bei Chips oder Elektrizität, sondern bei Tungsten, einem entscheidenden Bestandteil für Hochleistungs-Halbleiter. Der weltweite Markt erlebt eine gefährliche Erschöpfung der Tungstenvorräte, wobei die Preise bis 2026 um bis zu 622% steigen könnten, bedingt durch eine Kombination aus chinesischen Exportbeschränkungen, erhöhtem militärischen Bedarf und dem wachsenden Hunger nach der Herstellung von KI-Chips.
China kontrolliert derzeit etwa 80% der weltweiten Tungstenversorgung. Im Jahr 2025 verhängte das Land strenge Exportbeschränkungen, die nur einer ausgewählten Anzahl von Unternehmen erlaubten, Tungsten ins Ausland zu verschiffen. Bis 2026-2027 waren nur 15 Unternehmen autorisiert, das Metall zu exportieren. Gleichzeitig haben laufende geopolitische Konflikte, insbesondere in der Ukraine und im Iran, die Nachfrage nach verteidigungsrelevantem Tungsten erhöht, da das Metall für panzerbrechende Munition und Raketenteile unerlässlich ist.
Die Nachfrage des KI-Sektors nach fortschrittlichen Halbleitern steigt in einem beispiellosen Tempo, wobei Tungstenhexafluorid (WF6) entscheidend für den Chip-Herstellungsprozess ist. Bemerkenswerterweise haben zwei große Produzenten von WF6, Kanto Denka aus Japan und Central Glass, im Juli 2026 aufgrund eines Mangels an Tungsten für die Verarbeitung ihre Produktion eingestellt. Diese Unternehmen repräsentierten zusammen etwa 25% der globalen WF6-Kapazität, was ungefähr 2.200 Tonnen jährlich entspricht.
Halbleiterhersteller wie Samsung und SK Hynix stehen nun unter Druck, ihre Lieferketten zu diversifizieren, da es nur begrenzte Alternativen zu chinesischem Tungsten gibt. Die weltweite Nachfrage nach Tungsten wird voraussichtlich von etwa 143.000 Tonnen im Jahr 2025 auf 210.000 Tonnen bis 2035 steigen, wobei strukturelle Defizite voraussichtlich bis mindestens 2028 bestehen bleiben.
Als Reaktion auf die Krise hat Almonty Industries die Produktion in seiner Sangdong-Mine in Südkorea, einer der wenigen bedeutenden nicht-chinesischen Tungstenminen, erhöht. Diese einzelne Mine kann jedoch das globale Versorgungsdefizit nicht beheben, da ihre Produktion im Vergleich zu dem Volumen, das aufgrund der Beschränkungen Chinas vom Markt genommen wurde, immer noch begrenzt ist. Die Entwicklung neuer Tungstenprojekte außerhalb Chinas verläuft ebenfalls langsam, mit Vorlaufzeiten von mehreren Jahren.
FAQ
Was verursacht die Wolfram-Versorgungskrise?
Die Wolfram-Versorgungskrise wird hauptsächlich durch chinesische Exportbeschränkungen, eine erhöhte militärische Nachfrage und den steigenden Bedarf an Wolfram in der Fertigung von KI-Chips verursacht. China kontrolliert etwa 80 % des weltweiten Wolframangebots und hat seit 2025 strenge Exportbeschränkungen verhängt.
Wie hat sich der Preis für Wolfram kürzlich verändert?
Die Wolframpreise sind dramatisch gestiegen, mit einem Anstieg von bis zu 622 %, der bis 2026 prognostiziert wird, aufgrund der Versorgungskrise und der steigenden Nachfrage aus verschiedenen Sektoren, einschließlich Militär und KI-Chip-Produktion.
Welche Auswirkungen hat der Wolfram-Mangel auf die Produktion von KI-Chips?
Der Wolfram-Mangel stellt eine erhebliche Bedrohung für die Produktion von KI-Chips dar, da Wolframhexafluorid (WF6) entscheidend im Halbleiterherstellungsprozess ist. Die Einstellung der Produktion durch große WF6-Hersteller aufgrund des Mangels an Wolfram hat die Situation weiter verschärft.
Welche Schritte werden unternommen, um die Wolfram-Versorgungskrise zu bewältigen?
Als Reaktion auf die Krise erhöhen Unternehmen wie Almonty Industries die Produktion in ihren Wolframminen, wie der Sangdong-Mine in Südkorea. Allerdings kann dies allein das globale Versorgungsdefizit aufgrund der begrenzten Produktion im Vergleich zur Nachfrage nicht lösen.
Wie wird die zukünftige Nachfrage nach Wolfram in den kommenden Jahren prognostiziert?
Die globale Wolfram-Nachfrage wird voraussichtlich von etwa 143.000 Tonnen im Jahr 2025 auf 210.000 Tonnen bis 2035 steigen, wobei strukturelle Defizite voraussichtlich bis mindestens 2028 bestehen bleiben.