Ether.fi-CEO setzt 1 Million Dollar gegen EIP-8363, wegen Zentralisierungsrisiken
Der CEO von ether.fi, Mike Silagadze, hat öffentlich den Ethereum Improvement Proposal (EIP) 8363 herausgefordert, der darauf abzielt, das Staking-Verhältnis von Ethereum auf 50 % zu begrenzen, indem schrittweise ein größerer Anteil der Belohnungen der Konsensschicht verbrannt wird. Silagadze hat 1 Million Dollar gewettet, dass dieser Vorschlag unbeabsichtigt die Staking-Power unter größeren Akteuren, insbesondere Lido, konsolidieren wird, anstatt sie gleichmäßiger unter kleineren Anbietern von Liquid Staking Tokens (LST) zu verteilen.
Der am 4. August vorgeschlagene EIP-8363, bekannt als „Tapered Issuance Burn“, soll das Wachstum von gestaktem ETH verlangsamen und eine Überkonzentration im Netzwerk verhindern. Silagadze argumentiert jedoch, dass der Vorschlag das Gegenteil bewirken könnte, indem er kleinere Validatoren unverhältnismäßig stark trifft, die reduzierte Belohnungen nicht so effektiv absorbieren können wie größere.
Zum Zeitpunkt des Vorschlags lag das Staking-Verhältnis von Ethereum bei etwa 34 %, mit rund 41,5 Millionen gestaktem ETH. Lidos stETH hielt bereits einen dominierenden Marktanteil von etwa 63 %, was einem Wert von rund 28,2 Milliarden Dollar entspricht. Silagadzes Bedenken konzentrieren sich auf das Potenzial von EIP-8363, kleinere LSTs aus dem Markt zu drängen und Lidos Dominanz weiter zu festigen.
Der Markt reagierte schnell auf den Vorschlag, wobei Governance-Token, die mit großen Staking-Protokollen verbunden sind, sofort an Wert verloren. Lidos Governance-Token, LDO, erlebte einen Rückgang von etwa 15 %, während der Token von ether.fi um rund 12 % fiel. Dieser anfängliche Verkaufsdruck spiegelt die Besorgnis des Marktes über die Auswirkungen des Vorschlags wider.
Silagadze ist nicht allein in seiner Skepsis; Aave-Gründer Stani Kulechov hat ebenfalls seine Opposition gegen EIP-8363 geäußert. Da Diskussionen unter den Ethereum-Kernentwicklern kurz nach der Veröffentlichung des Vorschlags angesetzt waren, hat sich die Debatte intensiviert und hebt das kritische Gleichgewicht zwischen Netzwerksicherheit, wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und Dezentralisierung hervor.
Die Einsätze sind hoch, da das Ergebnis dieser Governance-Debatte erhebliche Auswirkungen auf den LST-Markt und das breitere Ethereum-Ökosystem haben könnte. Sollte Lidos Marktanteil über die aktuellen 63 % hinaus steigen, würde dies Silagadzes Bedenken hinsichtlich des Potenzials des Vorschlags, die Macht bei wenigen dominierenden Akteuren zu konzentrieren, bestätigen.
FAQ
Was ist EIP-8363?
EIP-8363, bekannt als 'Tapered Issuance Burn', ist ein Ethereum Improvement Proposal, das darauf abzielt, das Staking-Verhältnis von Ethereum auf 50 % zu begrenzen, indem schrittweise ein größerer Anteil der Belohnungen der Konsensschicht verbrannt wird, um das Wachstum von gestaktem ETH zu verlangsamen und eine Überkonzentration im Netzwerk zu verhindern.
Warum hat Mike Silagadze 1 Million Dollar gegen EIP-8363 gewettet?
Mike Silagadze, CEO von ether.fi, glaubt, dass EIP-8363 unbeabsichtigt die Staking-Power unter größeren Akteuren wie Lido konsolidieren könnte, anstatt sie gleichmäßiger unter kleineren Anbietern von Liquid Staking-Token zu verteilen, was seiner Meinung nach die Dezentralisierung des Ethereum-Netzwerks gefährden könnte.
Welche potenziellen Risiken sind mit EIP-8363 verbunden?
Das Haupt Risiko, das von Kritikern wie Silagadze angeführt wird, ist, dass EIP-8363 kleinere Validatoren unverhältnismäßig stark treffen könnte, die reduzierte Belohnungen nicht so effektiv absorbieren können wie größere Akteure, was sie möglicherweise aus dem Markt drängt und die Dominanz größerer Staking-Anbieter wie Lido festigt.
Wie hat der Markt auf die Ankündigung von EIP-8363 reagiert?
Nach der Ankündigung von EIP-8363 erlebten Governance-Token, die mit wichtigen Staking-Protokollen verbunden sind, Rückgänge, wobei der Governance-Token von Lido (LDO) um etwa 15 % fiel und der Token von ether.fi um etwa 12 % sank, was die Marktbesorgnis über die Auswirkungen des Vorschlags widerspiegelt.
Wer hat sonst noch Bedenken bezüglich EIP-8363 geäußert?
Neben Mike Silagadze hat auch Aave-Gründer Stani Kulechov seine Opposition gegen EIP-8363 geäußert und damit die wachsende Debatte unter den Ethereum-Kernentwicklern über das Gleichgewicht zwischen Netzwerksicherheit, wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und Dezentralisierung hervorgehoben.
Kommentare
Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Noch keine Kommentare — schreiben Sie den ersten.