Kalshi und Coinbase beantragen Genehmigung für unbefristete Futures auf US-Aktien
Kalshi, eine von der CFTC regulierte Prognosemarkt-Plattform, die sich zu einer Derivate-Plattform gewandelt hat, hat Vorschläge eingereicht, um unbefristete Futures-Kontrakte anzubieten, die an einzelne US-Aktien und ETFs gebunden sind. Dieser Antrag, der um den 18. September 2026 eingereicht wurde, zielt darauf ab, ein Handelsinstrument, das traditionell in den Krypto-Märkten zu finden ist, in den Bereich der Aktien zu bringen.
Coinbase Derivatives hat am selben Tag einen ähnlichen Antrag eingereicht, um die Genehmigung für nahezu identische Produkte zu erhalten. Unbefristete Futures, oder „Perps“, sind Derivatekontrakte, die nicht ablaufen. Im Gegensatz zu traditionellen Futures, die an einem bestimmten Datum abgerechnet werden, nutzen unbefristete Kontrakte regelmäßige Finanzierungszahlungen, um ihre Preisangleichung an den zugrunde liegenden Vermögenswert aufrechtzuerhalten.
Die vorgeschlagenen Kontrakte von Kalshi würden in bar abgerechnet, was bedeutet, dass keine Aktien den Besitzer wechseln, und würden bis zu 58 große US-Aktien und ETFs verfolgen, die alle eine Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Dollar aufweisen. Zu den bemerkenswerten Namen auf der Liste gehören Apple, Microsoft, Tesla und Nvidia. Die Kontrakte würden eine Mindestmargin von etwa 15,5 % erfordern und keine Eigentumsrechte oder Dividendenansprüche gewähren.
Kalshi plant, diese Produkte über Kalshi Klear, ihre eigene von der CFTC registrierte Clearingstelle, abzuwickeln und dabei die bestehende Infrastruktur des zentralen Limit-Orderbuchs zu nutzen. Ähnlich zielt Coinbase Derivatives auf einen vergleichbaren Umfang ab, wobei ihr Antrag unbefristete Futures auf Einzelaktien und ETFs für etwa 50 bis 60 liquide US-Aktien abdeckt, die im 24/5-Betrieb mit stündlichen Anpassungen des Finanzierungszinssatzes arbeiten.
Sowohl Kalshi als auch Coinbase erhielten im Mai 2026 die Genehmigung der CFTC für Krypto-Unbefristete, was sie dazu veranlasste, die Anwendung desselben regulatorischen Rahmens auf Aktien zu erkunden. Der CME Group ist jedoch derzeit in einen Rechtsstreit verwickelt, der den regulatorischen Rahmen in Frage stellt, der unbefristete Futures-Produkte erlaubt, und ob dieser die einzigartigen Risiken, die mit nie ablaufenden Kontrakten verbunden sind, angemessen adressiert.
Die Einführung unbefristeter Futures, die an Aktien gebunden sind, könnte erhebliche Auswirkungen auf Privatanleger haben, da sie einen 24/5-Handelszeitraum bieten, der sofortige Reaktionen auf Nachrichten über Nacht, Gewinnveröffentlichungen oder geopolitische Ereignisse ermöglicht, ohne auf die Marktöffnung warten zu müssen. Die Margin-Anforderung von 15,5 % deutet darauf hin, dass diese Kontrakte für gehebelte Engagements konzipiert sind und eine Hebelwirkung von etwa 6x am Margin-Boden bieten.
Es ist wichtig zu beachten, dass bisher keine unbefristeten Futures-Produkte, die an Aktien gebunden sind, auf dem US-Markt gestartet wurden. Beide Anträge erfordern eine gemeinsame Aufsicht von der SEC und der CFTC, da die zugrunde liegenden Vermögenswerte als Wertpapiere gelten, was einen regulatorischen Rahmen für Wertpapierfutures auslöst.
FAQ
Was sind perpetual futures Verträge?
Perpetual futures Verträge, oder 'perps', sind Derivate, die kein Ablaufdatum haben. Sie nutzen periodische Finanzierungszahlungen, um ihre Preisangleichung an den zugrunde liegenden Vermögenswert aufrechtzuerhalten, was kontinuierliches Trading ermöglicht.
Was ist die Bedeutung der Vorschläge von Kalshi und Coinbase?
Kalshi und Coinbase streben an, perpetual futures Verträge einzuführen, die an einzelne US-Aktien und ETFs gebunden sind, und bringen ein Handelsinstrument, das normalerweise in den Kryptomärkten zu finden ist, in den Aktienbereich, was den Einzelhandelshandel erheblich beeinflussen könnte.
Was sind die Margin-Anforderungen für diese perpetual futures Verträge?
Die vorgeschlagenen Verträge würden Mindestmargen von etwa 15,5 % erfordern, was eine gehebelte Exposition von etwa 6x am Margin-Boden ermöglicht.
Wie werden diese Verträge abgerechnet?
Die vorgeschlagenen Verträge von Kalshi würden bar abgerechnet, was bedeutet, dass beim Abrechnungszeitpunkt keine Aktien den Besitzer wechseln würden, und sie würden große US-Aktien und ETFs verfolgen.
Welche Regulierungsbehörden sind am Genehmigungsprozess beteiligt?
Beide Vorschläge erfordern eine gemeinsame Aufsicht der SEC (Securities and Exchange Commission) und der CFTC (Commodity Futures Trading Commission), da die zugrunde liegenden Vermögenswerte als Wertpapiere gelten.
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