Ökonomin von BNP Paribas prognostiziert drei Zinserhöhungen der Fed angesichts anhaltender Inflation
Isabelle Mateos y Lago, die Chefökonomin der BNP Paribas, hat angedeutet, dass die US-Wirtschaft möglicherweise drei Zinserhöhungen von der Federal Reserve benötigt, die möglicherweise bereits nächste Woche beginnen könnten. Diese Prognose steht im starken Gegensatz zur vorherrschenden Meinung unter Ökonomen, die erwarten, dass die Fed die Zinssätze stabil hält.
Derzeit liegt der Leitzins zwischen 3,50 % und 3,75 %, wobei der effektive Satz bei 3,63 % liegt. Die Prognose für mehrere Erhöhungen deutet auf eine straffere Haltung hin, die die Markterwartungen hinsichtlich einer strikteren Geldpolitik erheblich beeinflussen könnte.
Nach den Kommentaren von Mateos y Lago haben die Prognosemärkte eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung während des bevorstehenden Treffens des Federal Open Market Committee (FOMC) am 15. und 16. September gezeigt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung ist auf 59,5 % gestiegen, nach 54 % nur einen Tag zuvor. Diese Veränderung deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer ihre Erwartungen im Hinblick auf mögliche aggressivere Maßnahmen der Fed anpassen.
Die Auswirkungen dieser Zinserhöhungen könnten erheblich für zinssensitive Anlagen und den US-Dollar sein. Da sich die Inflationsdynamik und die wirtschaftlichen Daten weiter entwickeln, wird erwartet, dass die Marktaktivitäten im Zusammenhang mit den Zinspolitikentscheidungen der Fed zunehmen.
Worauf man achten sollte
- Das FOMC-Treffen am 15. und 16. September wird entscheidend sein für Hinweise auf zukünftige Zinserhöhungen.
- Kommentare von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell und anderen Beamten werden genau beobachtet, um Einblicke in die Richtung der Geldpolitik zu erhalten.
- Die bevorstehenden Inflationsdaten, insbesondere der CPI-Bericht für August, werden entscheidend sein, um die Markterwartungen zu formen.
Aktualisiert 11:01 UTC
Neue Erkenntnisse aus 'Der Preis des Geldes'
Das Buch, verfasst von Jamie Rush, Tom Orlik und Stephanie Flanders, argumentiert, dass der natürliche Zinssatz (r*) voraussichtlich von etwa 1,7 % in den mittleren 2010er Jahren auf rund 2,8 % bis in die 2030er Jahre steigen wird. Dieser Anstieg wird auf demografische Veränderungen und steigende Schuldenniveaus zurückgeführt, nicht auf direkte geldpolitische Maßnahmen.
Da die Babyboomer in den Ruhestand gehen und beginnen, ihre Ersparnisse abzubauen, verringert sich die Verfügbarkeit von Kapital, was zu höheren Kreditkosten führt. Die Autoren heben hervor, dass der Wettbewerb um einen schrumpfenden Pool von Ersparnissen den Preis des Geldes in die Höhe treiben wird.
Sie betonen auch, dass, obwohl Zentralbanken die Zinssätze beeinflussen können, sie den natürlichen Zinssatz selbst nicht kontrollieren, der durch globale Ersparnis- und Kreditdynamiken bestimmt wird.
In Bezug auf die Marktimplikationen werden höhere langfristige Kreditkosten die Refinanzierung von Regierungen und die Unternehmensfinanzierung beeinflussen, insbesondere Sektoren wie Technologie und Immobilien, die empfindlich auf Veränderungen der Kapitalkosten reagieren.
Aktualisiert 11:31 UTC
Neue Erkenntnisse zu Fed-Zinserhöhungen und Staatsanleihenrenditen
- Die Benchmark-Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen nähert sich der 5%-Marke, beeinflusst von anhaltender Inflation und steigenden Schuldenniveaus.
- Die Markterwartungen ändern sich, mit einem deutlichen Rückgang der Wahrscheinlichkeit einer "Pause–Pause–Pause"-Sequenz in den Entscheidungen der Fed, die jetzt bei 38% liegt, im Vergleich zu 46% nur einen Tag zuvor.
- Die bevorstehende Veröffentlichung der Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten ist entscheidend, da sie eine Zinserhöhung der Federal Reserve nicht abhalten könnte, selbst wenn sie den Erwartungen entspricht.
- Aussagen von Beamten der Federal Reserve, einschließlich Vorsitzendem Kevin Warsh und Gouverneurin Michelle Bowman, könnten weitere Klarheit über die Richtung der Geldpolitik der Fed bieten.
- Das FOMC-Treffen am 15.-16. September wird als entscheidend angesehen, um die aktuellen Markterwartungen bezüglich der Zinssätze zu bestätigen oder zu ändern.
FAQ
Wie hoch ist der aktuelle Leitzins der Federal Reserve?
Der aktuelle Leitzins liegt zwischen 3,50% und 3,75%, mit einem effektiven Satz von 3,63%.
Wie viele Zinserhöhungen prognostiziert BNP Paribas?
BNP Paribas prognostiziert, dass die US-Wirtschaft möglicherweise drei Zinserhöhungen von der Federal Reserve benötigt.
Wann findet das nächste Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) statt?
Das nächste FOMC-Treffen ist für den 15.-16. September angesetzt.
Was hat sich in den Markterwartungen bezüglich Zinserhöhungen geändert?
Nach den Kommentaren von Isabelle Mateos y Lago sind die Chancen auf eine Zinserhöhung während des bevorstehenden FOMC-Treffens auf 59,5% gestiegen, von zuvor 54% nur einen Tag zuvor.
Welche wirtschaftlichen Daten werden die Erwartungen an zukünftige Zinserhöhungen beeinflussen?
Kommende Inflationsdaten, insbesondere der CPI-Bericht für August, werden entscheidend sein, um die Markterwartungen bezüglich zukünftiger Zinserhöhungen zu prägen.
Kommentare
Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Noch keine Kommentare — schreiben Sie den ersten.