Südkoreanische Krypto-Börsen melden 566.000 ausländische Konten mit 90 aktiven Nutzern
Der Kryptowährungsmarkt in Südkorea steht vor erheblichen Herausforderungen, wie ein aktueller Bericht von Abgeordneter Park Sang-hyuk zeigt. Von insgesamt 566.352 ausländisch gehaltenen Konten bei lokalen Börsen waren im letzten Monat nur 90 aktiv. Dies entspricht einer Aktivierungsrate von lediglich 0,01 %, was darauf hindeutet, dass die überwiegende Mehrheit dieser Konten inaktiv bleibt.
Bithumb, eine der größten Börsen des Landes, dominiert die Landschaft der ausländischen Konten und hält etwa 484.846 der insgesamt registrierten Konten. Nur 517 ausländische Konten haben den Know Your Customer (KYC)-Verifizierungsprozess abgeschlossen, was lediglich 0,09 % der Gesamtzahl ausmacht. Der Gesamtwert der Vermögenswerte in diesen inaktiven Konten beträgt etwa 30,36 Milliarden Won, was rund 21,9 Millionen Dollar entspricht, und im Durchschnitt etwa 38 Dollar pro Konto.
Auch bei den Unternehmenskonten zeigt sich ein ähnliches Bild: Von 6.590 Konten waren nur 29 im letzten Monat aktiv. Während die KYC-Abschlussquote für Unternehmenskonten mit 10,8 % höher ist, bleibt die aktive Teilnahme dennoch minimal.
Die Ursache für diese Inaktivität lässt sich auf das Jahr 2021 zurückführen, als Südkorea seine Gesetze zur Finanztransaktionsberichterstattung überarbeitete und Anforderungen an die Echtzeit-Banking-Identität einführte. Diese Regelung verlangt, dass Krypto-Händler ihre Konten mit verifizierten südkoreanischen Bankkonten verknüpfen, eine Bedingung, die für die meisten ausländischen Staatsangehörigen nahezu unmöglich zu erfüllen ist.
Branchenexperten warnen, dass der aktuelle regulatorische Rahmen nicht nur ausländische Investitionen abschreckt, sondern auch das Vertrauen in die Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas als Krypto-Hub untergräbt. Es gibt Hinweise darauf, dass lokale Investoren Vermögenswerte auf Offshore-Plattformen verlagern, um diese Beschränkungen zu umgehen.
Für internationale Investoren hebt der Bericht die strukturellen Schwierigkeiten beim Zugang zu koreanischen Börsen hervor. Die niedrige KYC-Abschlussquote deutet auf die bestehenden Barrieren hin, nicht auf mangelndes Interesse. Gesetzgeber, die sich dieser Herausforderungen bewusst sind, stehen unter Druck, regulatorische Anpassungen in Betracht zu ziehen, die eine breitere ausländische Teilnahme am Markt erleichtern könnten.
FAQ
Wie hoch ist die Aktivierungsrate ausländischer Konten auf südkoreanischen Krypto-Börsen?
Die Aktivierungsrate ausländischer Konten auf südkoreanischen Krypto-Börsen beträgt nur 0,01 %, wobei im letzten Monat nur 90 von 566.352 Konten aktiv waren.
Welche südkoreanische Börse hält die Mehrheit der ausländischen Konten?
Bithumb hält die Mehrheit der ausländischen Konten, mit etwa 484.846 der insgesamt 566.352 Konten.
Welcher Prozentsatz der ausländischen Konten hat den KYC-Verifizierungsprozess abgeschlossen?
Nur 0,09 % der ausländischen Konten, also 517 Konten, haben den Know Your Customer (KYC)-Verifizierungsprozess abgeschlossen.
Welche regulatorischen Änderungen im Jahr 2021 haben die Teilnahme ausländischer Anleger an südkoreanischen Krypto-Börsen beeinflusst?
Im Jahr 2021 hat Südkorea seine Gesetze zur Meldung von Finanztransaktionen überarbeitet, um Anforderungen an die Echtzeit-Banking zu erlassen, die es Krypto-Händlern vorschreiben, ihre Konten mit verifizierten koreanischen Bankkonten zu verknüpfen, was es den meisten ausländischen Staatsangehörigen nahezu unmöglich macht.
Welche Auswirkungen hat der aktuelle regulatorische Rahmen auf ausländische Investoren?
Der aktuelle regulatorische Rahmen entmutigt ausländische Investitionen und untergräbt das Vertrauen in die Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas als Krypto-Hub, was dazu führt, dass lokale Investoren ihre Vermögenswerte auf Offshore-Plattformen verlagern.
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