Baltimore verklagt Kalshi und Polymarket wegen unlizenzierter Sportwetten
Baltimore hat eine Klage gegen die Vorhersagemarkt-Plattformen Kalshi und Polymarket eingereicht und behauptet, dass beide Unternehmen Sportwetten ohne die erforderlichen Lizenzen gemäß dem Recht von Maryland anbieten. Diese rechtlichen Schritte erweitern eine wachsende Liste von über 20 ähnlichen Fällen in den Vereinigten Staaten.
Das zentrale Thema dieser Klagen ist, ob Vorhersagemärkte als Finanzprodukte oder als Glücksspiel klassifiziert werden sollten, eine Unterscheidung, die die regulatorische Aufsicht bestimmt. Zuvor hatten die Regulierungsbehörden von Maryland im Jahr 2025 eine Unterlassungsverfügung gegen Kalshi bezüglich Sportwetten erlassen, gegen die Kalshi derzeit Berufung einlegt.
Zusätzlich zu Baltimores Klage hat New York am 31. Juli 2026 eine Klage gegen Kalshi eingereicht, um dessen Betrieb vollständig zu stoppen und erhebliche Geldstrafen zu verhängen. Kentucky hat im Juni 2026 ebenfalls Klagen gegen Kalshi und Polymarket eingereicht und ähnliche Vorwürfe wegen illegaler Sportwetten erhoben. Darüber hinaus hat Tennessee im Januar 2026 Kalshi, Polymarket und Crypto.com aufgefordert, ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit Sportverträgen einzustellen.
Kalshi und Polymarket argumentieren, dass ihre Eventverträge bundesrechtlich regulierte Finanzprodukte sind, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) überwacht werden. Kalshi gewann zuvor im Jahr 2023 einen wegweisenden Rechtsstreit gegen die CFTC, der es dem Unternehmen ermöglichte, Eventverträge für Wahlen anzubieten. Die staatlichen Regulierungsbehörden sind jedoch der Ansicht, dass, wenn Verbraucher auf Sportergebnisse wetten können, dies als Sportwetten gilt, unabhängig davon, wie die Verträge strukturiert sind.
Polymarket, das auf der Polygon-Blockchain operiert, sieht sich zusätzlichen Herausforderungen gegenüber, da es bereits nach einem Vergleich mit der CFTC im Jahr 2022 Einschränkungen auferlegt hat, die US-Nutzern den Zugang zur Plattform verwehren. Die aktuelle Welle von Klagen auf staatlicher Ebene könnte Polymarket zwingen, strengere Geoblocking-Maßnahmen zu implementieren oder mit zunehmenden rechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
Wenn die Gerichte entscheiden, dass sportbezogene Vorhersageverträge den staatlichen Anforderungen an Glücksspiel-Lizenzen entsprechen müssen, könnte dies zu einem komplexen regulatorischen Umfeld führen, ähnlich dem, was große Sportwettenanbieter nach der Aufhebung des bundesstaatlichen Sportwettenverbots durch den Obersten Gerichtshof im Jahr 2018 erlebt haben.
FAQ
Worum geht es in der Klage von Baltimore?
Baltimore hat eine Klage gegen die Vorhersagemarkt-Plattformen Kalshi und Polymarket eingereicht und behauptet, dass sie Sportwetten ohne die erforderlichen Lizenzen gemäß dem Gesetz von Maryland anbieten.
Was ist das zentrale Problem in den Klagen gegen Kalshi und Polymarket?
Das zentrale Problem ist, ob Vorhersagemärkte als Finanzprodukte oder als Glücksspiel eingestuft werden sollten, was die regulatorische Aufsicht bestimmt, unter die sie fallen.
Welche Maßnahmen wurden von den Regulierungsbehörden von Maryland gegen Kalshi ergriffen?
Die Regulierungsbehörden von Maryland haben zuvor eine Unterlassungsverfügung gegen Kalshi bezüglich Sportwetten im Jahr 2025 erlassen, gegen die Kalshi derzeit Berufung einlegt.
Wie verteidigen Kalshi und Polymarket ihre Geschäfte?
Kalshi und Polymarket argumentieren, dass ihre Eventverträge bundesstaatlich regulierte Finanzprodukte sind, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) überwacht werden.
Was könnten die Folgen sein, wenn die Gerichte entscheiden, dass sportbezogene Vorhersageverträge staatliche Glücksspiel-Lizenzen benötigen?
Wenn die Gerichte feststellen, dass diese Verträge den Anforderungen an staatliche Glücksspiel-Lizenzen entsprechen müssen, könnte dies ein komplexes regulatorisches Umfeld schaffen, ähnlich dem, mit dem große Sportwettenanbieter konfrontiert waren, nachdem der Oberste Gerichtshof 2018 das bundesstaatliche Verbot von Sportwetten aufgehoben hat.
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